Die Statistik der ITC Saison 1996

(c) Andreas Gro▀pietsch
Die Saison 1996 wurde ganz klar von Manuel Reuter in seinem Opel Calibra dominiert, der nur einmal seine Führung abgeben mußte. Das bedeutet aber nicht das die Rennen so eintönig wie 1995 waren, denn es gab immerhin 10 verschiedene Sieger. Der Calibra war mit einem neuen stärkeren Motor ausgestattet worden, was zu deutlich mehr Leistung und Topspeed führte. Der Alfa 155 V6 TI war eine Weiterentwicklung des 95er Step 2 Alfa. Er hatte den besten Unterboden zur Ausnutzung des Groundeffekts. Der '96er C-Klasse Mercedes war fast eine völlige Neukonstruktion mit einer Kohlefaserwanne als Bodengruppe. Diese Bodengruppe hatte zur Folge, das die Autos sehr schwer abzustimmen waren. Daher dauerte es einige Zeit, bis die Mercedes die erwarteten Leistungen bringen konnten.

Ab der Mitte der Saison wurde die Stimmung durch immer lauter werdende Gerüchte um einen Opel oder Alfa Ausstieg stetig schlechter. Mercedes pochte auf den abgeschlossenen schriftlichen Vertrag für 1997, doch Opel wollte die Kosten (>100 Mio DM) nicht mehr weiter tragen, da sie keine der Summe entsprechende Werbewirkung feststellen konnten. Die Alfas sollten 1997 immerhin noch mit dem JAS-Team eingesetzt werden, um die ITC zu retten. Nun stehen ca. 4000 Mechaniker, Ingenieure, Fahrer, usw. und Millionen Fans auf der Straße.


Die Punktewertung:

Fahrer Auto Punkte Siege
Manuel Reuter Opel Calibra V6 218 3
Bernd Schneider AMG-Mercedes C-Klasse 205 4
Alessandro Nannini Alfa Romeo 155 V6 TI 180 7
Dario Franchitti AMG-Mercedes C-Klasse 171 1
JJ Lehto Opel Calibra V6 146 0
Giancarlo Fisicella Alfa Romeo 155 V6 TI 139 0
Klaus Ludwig Opel Calibra V6 130 4
Uwe Alzen Opel Calibra V6 119 0
Hans Joachim Stuck Opel Calibra V6 112 2
 
Meister 1996 Manuel Reuter. (c) Andreas Gro▀pietsch

Scheinbar ist es das jetzt entgültig gewesen. Hochklassigen Rennsport mit geschlossenen Autos scheint es nicht geben zu dürfen. Nach der Gruppe C und der ITC kann die neue GT-Serie keine adäquate Nachfolgeserie sein. Denn wer hat schon Lust sich 3-4 Stunden vor den Fernseher zu setzen, um langweilige Überrundungen und fast keine echten Kämpfe zu sehen.


zurück zur DTM oder zurück zum Anfang
© 6.4.2001 Andreas Lexe